Cobook macht dem nativen Adressbuch unter Mac OS X auf innovative Art und Weise ernsthafte Konkurrenz. Es handelt sich dabei um eine der Ideen, die im Nachinein als völlig logisch und fast schon zu offensichtlich wirken. Dabei gab es bislang kein so integriertes Adressbuch wie Cobook.

Die sich in der Beta befindliche, kostenlose App offenbart ihren Nutzern nämlich eine breite Palette an Zusatzinformationen aus sozialen Netzwerken zu jedem Kontakt. Unterstützte soziale Netzwerke umfassen momentan Facebook, LinkedIn, Twitter und das hierzulande nur eingeschränkt nutzbare Google Voice.

Durch die Verbindung mit den eigenen Social Media Netzwerken kann Cobook sich auf die Suche nach relevanten Stammdaten, Profilbildern und zusammenfassenden Informationen über einen bestehenden oder neuen Kontakt machen.

Die manuelle Eingabe von Telefonnummern, Mailadressen und dergleichen gestaltet sich besonders komfortabel, denn wir nehmen diese über eine Art Omnibar auf der Detailseite des jeweiligen Kontakts vor. Cobook erkennt dabei recht zuverlässig die Kategorie der Information und nimmt damit dem Nutzer unnötige Klicks ab. Genau das Richtige für den schnellen Einsatz während oder nach einem Telefongespräch. Im Test fanden wir jedoch noch keine Methode zur Kurzeingabe von Anschriften, diese werden momentan noch als Notiz erkannt.

Die Navigation innerhalb Cobook kann auf Wunsch auch ausschließlich über die Tastatur erfolgen, praktische Hotkeys sind bereits vorhanden.
⌘ + E sendet beispielsweise eine eMail an den markierten Kontakt. Für die gedächtnisschwachen User hat Cobook aber auch Steuerungsmöglichkeiten ohne Shortcuts: Grundlegende Funktionen lassen sich mit den Pfeiltasten, Backspace und Enter bedienen.

Das beste an Cobook: viele Änderungen spiegeln sich im nativen Addressbuch und via iCloud-Sync auch auf mobilen Geräten wieder. Somit sind sämtliche Kontaktkanäle auch in der Hosentasche und unterwegs verfügbar. Am Desktop Mac und MacBook ermöglicht Cobook hingegen einen schnellen und umfassenden Workflow zur Eingabe und Nutzung von Kommunikationsdaten. Für besonders zeitkritische Momente erlaubt Cobook sogar das “Zoomen” einer Rufnummer auf Bildschirmgröße.

Wir sind auf weitere Entwicklungen von Cobook gespannt und fragen uns, ob Apple zumindest einige der Verbesserungen in die native App adoptieren wird.