Trello ist eine neue Plattform für die Zusammenarbeit und Koordination von Gruppen – verpackt in ein schlichtes Webinterface. Nutzer können ein Board (in diesem Kontext ein visuell autarker Arbeitsbereich), oder auch mehrere Boards, zur strukturierten Kooperation nutzen. Der organisatorische sowie der operative Aspekt stehen hierbei im Vordergrund.

Wie sieht Trello aus? Prinzipiell lässt sich Trello.com als säuberlich geordnete Pinnwand mit Karteikarten bezeichnen, welche für verschiedene Zwecke genutzt werden können. So kann eine Karteikarte zum Beispiel eine Aufgabe á la GTD oder gar ein ganzes Projekt symbolisieren. Registrierte Teilnehmer können individuellen Karten zugeordnet werden, um beispielsweise den jeweiligen Verantwortlichen für alle sichtbar festzuhalten. Weiter können auf allen Karteikarten auch Notizen in Form von Aktivitätslogs, oder aber auch ganze Dateianhänge gespeichert werden.


Ein besonders nettes Feature hierbei sind Checklisten: Mit wenigen Klicks lässt sich somit die “Rückseite” einer Karteikarte mit einer einfachen ToDo-Liste ausstatten. Für den visuellen Denker-Typ wird der Fortschritt innerhalb einer solchen Liste automatisch mit einem Fortschrittsbalken und Prozentangabe veranschaulicht.Gemäß des aktuellen Designparadigmas zur Informationsarchitektur finden sich auch bei Trello.com konfigurierbare Labels und relevante Filtermöglichkeiten.

Besonders spannend wird Trello allerdings bei der Nutzung der integrierten Listen, beziehungsweise Spalten. Mithilfe dieser kann ein Board in einzelne Sektionen unterteilt werden, welche sich der gewünschten Funktion fügen. Beispielsweise kann sich der Anwender eine Spalte pro Abteilung oder Team anlegen. Alternativ können die Spalten auch eine Pipeline repräsentieren, was insbesondere der Übersicht aus der Vogelperspektive dienen kann. In ersten Tests wirkte Trello.com recht unübersichtlich auf mich. Nach dem Entdecken der zahlreichen Filtermöglichkeiten (Personenbezogen, Labelfilter, Transluzente Karten), war ich jedoch schnell überzeugt. Prinzipiell wirkt das User Interface von Trello noch ein wenig klobig und würde von einer übersichtlicheren Präsentation der Updates anderer Nutzer profitieren. Durch den kartenzentrischen Workflow ergeben sich vielerlei hilfreiche Perspektiven für allen Beteiligten, überdies kann der Großteil der Kommunikation über die Plattform abgewickelt werden. Das hat den Vorteil, dass alle Beteiligten stets informiert bleiben. Wenn nun noch die Notification-E-Mails in einem gut verdaulichen Format präsentiert würden, fände sich in Trello ein wahrlich rundes Tool. Wer jedoch den aktuellen Preis bedenkt, kann bereits Heute schon über das Angebot staunen, denn noch ist Trello völlig kostenlos.