Drag and Drop. Zugleich ein Meilenstein in der Entwicklung von grafischen User Interfaces und eine Alltagsnuisance für Vielbeschäftigte. Außer der simplen Verwendung beim Kopieren oder Verschieben von Dateien, kann auf dem Mac mit dem Einsatz von sogenannten Droplets noch viel mehr bewältigt werden. Dropzone baut auf dieser Idee auf und fügt eine Portion Finesse hinzu.

Droplets (wie beispielsweise von Adobe Photoshop oder dem Dateimanager Forklift bekannt) sind mit Aktionen verbundene Verknüpfungen, die für den Gebrauch per Drag and Drop gedacht sind. Ein nützliches Verwendungsbeispiel wäre die Skalierung von Grafiken, die für den späteren Einsatz auf einem Blog, einer Social-Media-Plattform oder einem Dokument vorbereitet werden müssen. Diese repetive Aufgabe kostet Zeit und Geduld, da die passende Software erst geöffnet und mit den passenden Parametern gefüttert werden muss, um schließlich die Aufgabe zu erfüllen. Im Mac OS Ökosystem gibt es diesbezüglich kleine Helfer in Form von AppleScripts oder Automator-Aktionen.

Dropzone ist im Endeffekt die konsolidierte Form der obigen Ideen – verpackt in ein schönes Interface und mit reichlich Anpassungsmöglichkeiten gespickt. Der Nutzer kann mit seinen festgelegten “Abwurfzonen” mehrere Schritte im Handumdrehen durchführen lassen. Beispielsweise die Installation einer App auf dem Mac, die nicht aus dem Mac App Store kommt: Für gewöhnlich muss zunächst die DMG-Imagedatei eingebunden, die Applikation gefunden und in den entsprechenden Ordner kopiert, sowie die Imagedatei wieder ausgeworfen und gelöscht werden. Sämtliche Arbeitsschritte übernimmt Dropzone vollautomatisch mit der Ankunft der DMG-Datei im passenden Bereich.

Auch Clouddienste wie Amazon S3, ImageShack oder Flickr werden unterstützt und ermöglichen die flotte Veröffentlichung von Grafiken und anderen Dateien. Die mächtige Ruby-basierte Schnittstelle von Dropzone ermöglicht zudem beliebige Erweiterungen, der dafür benötigte Code ist nämlich Open-Source. Nette Userskripte umfassen SCP bzw. SFTP Dateitransfers und den URL-Verkürzungsdienst bit.ly. In Ruby weniger erfahrene Nutzer können natürlich auch eigene oder fremde Automator-Apps als Ziel für eine Dropzone angeben, was nahezu unbegrenze Möglichkeiten bietet und die Möglichkeiten von Mac OS X schön geordnet verpackt. Dateien über Dropbox zu teilen wird mit Dropzone noch einfacher: Per Drag and Drop lassen sich Dateien in einem Schritt im Öffentlichen Dropbox-Ordner ablegen, der passende Link wird automatisch der Zwischenablage beigefügt. Praktisch.

Der Hersteller führt auf der Produktseite eine Reihe von Erweiterungen auf, welche von der Community erstellt wurden und kostenlos verfügbar sind. Prinzipiell bietet Dropzone für jede kleine Umständlichkeit eine Lösung (wenn auch manchmal mit ein wenig Eigeninitiative verbunden) und ist definitiv seine $14 (USD) wert.

Eine Testversion ist auf der Herstellerseite verfügbar, während das Produkt auch im Mac App Store erhältlich ist.