Er bezeichnet sich selbst als den größten Sechstklässler, den wir je treffen werden. Seine Ausstrahlung und Energie suchen ihresgleichen.

Seine Schüler? Junge Menschen aus der South Bronx, wo jeder vierte arbeitslos ist und laut Statistik vierzig Prozent der Anwohner in Armut leben. Das Durchschnittseinkommen in der Region liegt bei $20.000 per annum.

Dennoch lässt sich Stephen Ritz nicht entmutigen. Mit der Green Bronx Machine ermöglichte er seinen Schülern ein großzügiges Einkommen, gesunde Mahlzeiten und den Stolz und Respekt, den erfolgreiche Projekte mit sich bringen. Gartenprojekte, in denen auch Schüler mit Lernschwächen jeglichen Alters mitwirken können, klingen wie das passende Schulprojekt für unsere Zeit. Ritz betont seine Profession – er sei kein Farmer. Folglich möchte er nicht seine Zeit mit dem Jäten von Unkraut verbringen. Vertikale Gärten sind die Lösung.

Die Gartenprojekte von Ritz steigerten nicht nur die Aufmerksamkeit diverser öffentlicher Figuren, sondern auch die Anwesenheitsraten seiner Schüler. Die Green Bronx Machine baut unter anderem auf Gemüsegärten in vertikaler Orientierung. Essbare Wände aus gesundem Obst, Gemüse und Kräutern – die es statt Mac & Cheese und Pommes Frites zum Mittagessen in den Schulräumen gibt.

Ritz spricht von einem gigantischen Impact, den die richtige Ernährung bei Kindern haben kann: bis zu 70 Prozent der Kinder mit Lernschwächen hätten mit gesunden Speisen wohl keine Probleme dieser Natur erfahren müssen.

Das Green Bronx Machine Projekt umfasst außerdem diverse mikrounternehmerische Subprojekte in Form von Green Stands (Gemüsestände mit gesunden Snacks mitten in New York) und diversen anderen Gesundheitsmaßnahmen mit positiver Auswirkung auf die Finanzen der Schüler.

Mit seiner Ansprache an der Columbia University, betitelt mit “From Crack to Cucumbers”, erreichte Ritz einen umfassenden Bekanntheitsgrad und mindestens so umfassendes Sponsoring. Hier sein mitreißender TED-Talk zu der Green Bronx Machine, dicken Bäuchen und grünen Wänden: